Die neun Debugging-Regeln
Ich habe sie schon ein paar Tage an meiner Wand hängen und wollte sie seit dem schon immer mal hier posten…
Die Regeln basieren auf dem Buch „Debugging“ von David J. Agans. Wer noch ein paar Details zu den einzelnen Regeln lesen möchte, der kann hier mal schauen.
Doch nun (endlich) die (Lebens)Weisheit:
- Understand the system
- Make it fail
- Quit thinking and look
- Divide and conquer
- Change one thing at a time
- Keep an audit trail
- Check the plug
- Get a fresh view
- If you didn’t fix it, it ain’t fixed
Natty-chkeiten
Wie schon im Lifestream zu sehen war, habe ich nun (auch) seit zwei Tagen Ubuntu 11.04 (a.k.a. „Natty Narwhal“) auf meinem Eee Pc 1000 installiert.
…und irgendwie finde ich es sehr nett!
Bei dem Upgrade von der 10.10 auf die 11.04 habe ich auch gleich mal etwas entrümpelt und will an dieser Stelle mal kurz ein paar hilfreiche Tools, Befehle, Links etc. zum Besten geben, die mir geholfen haben. – Wie immer übernehme ich keinerlei Haftung etc. für etwaige Schäden, die durch die Nutzung folgender Dinge entstehen (können)!
Alte Pakete
deborphan hilft – nach dem Upgrade –, verweiste Bibliotheken (u.a.) aus dem System zu entfernen. Nach der Installation kann man es in der Konsole/im Terminal aufrufen und erhält eine Liste aller als überflüssig erkannten Pakete. Diese Liste kann man dann ganz einfach mit xargs an (bspw.) aptitude übergeben. (Der Schalter -s kann danach durch -y ersetzt werden, um die gefundenen Pakete wirklich zu deinstallieren.)
deborphan | xargs aptitude -s purge
Unity
Solltet ihr Bedarf haben, euch die neuen Tastatur- & Maus-Shortcuts anzueignen, hilft euch vielleicht ein Hintergrundbild von askubuntu.com.
Da noch nicht alle Programme in den Unity-Launcher integriert sind und das klassische Panel für deren Icons weggefallen ist – bspw. Opera, Dropbox oder KeePassX –, hilft das (s.g.) whitelisting dieser Anwendungen für das neue Panel (via). Mittels
gsettings get com.canonical.Unity.Panel systray-whitelist
bekommt man heraus, welche Anwendungs-Icons im Panel residieren dürfen. Und mit (bspw.)
gsettings set com.canonical.Unity.Panel systray-whitelist "['JavaEmbeddedFrame', 'Mumble', 'Wine', 'Skype', 'hp-systray', 'scp-dbus-service', 'keepassx', 'opera', 'Autokey-gtk']"
dürfen (zusätzlich zu den vorgegebenen Standardprogrammen) auch noch KeePassX, Opera & Autokey ihre Symbole im Panel ablegen. (Beachtet bitte, dass ihr den Namen der Fenster und nicht der Anwendung selber in die whitelist eintragen müsst. Außerdem werden die geänderten Einstellungen erst nach einer Neuanmeldung, einem Neustart oder durch unity --reset – in einer Konsole! – wirksam.)
Wie gerade schon erwähnt, sind im Panel einfache Anwendungs-Icons nicht mehr erwünscht. – Denn dafür gibt es jetzt die Indikatoren.
Auch zu diesem Thema hat askubuntu.com eine sehr nette (kleine) Liste. (Mich nervt daran ‚nur‘, dass ich wegen solcher kleiner Spielereien bzw. nützlicher Helferlein immer gleich nen ganzes PPA installieren muss… *naja*)
Zum Schluss noch ein paar (kleine) Nervereien
- Bspw. ist es unschön, dass
F10im Terminal nicht mehr den Midnight Commander beendet, sondern das Terminal-Menü aufruft – egal, welche Terminal-Einstellung man für die Taste festgelegt hat. (Dies kann alternativ mit der TastenkombiESC + 0umgangen werden.) - Oder dass keine eigenen Tastenkombinationen mit der Super-Taste erstellt werden können ist auch unQL. (Einen Launchpad-Bug gibts dazu aber schon.)
- Oder dass
Super + afür das Anwendungsmenü/den Anwendungs-Dash nur sporadisch funktioniert…
Alles in allem aber ist Natty für mich aber eine nette, runde und fluffige Sache, die auch noch recht schön aussieht!
Debian/Ubuntu: alte Kernel deinstallieren
Nachdem ich heute wieder mal auf mehren Systemen (remote) Kernelupdates einspielen musste und nach dem Neustart vor dem Problem stand, alte Kernelversionen – die standardmäßig nicht automatisch deinstalliert werden, wenn ein neuer Kernel kommt/installiert wird – in einem Ruck & ohne viel Nerverei/Zeitverbraterei zu deinstallieren, habe ich mich mal auf die Suche begeben, wie man das mal schnell über die Kommandozeile/den Terminal/das CLI machen kann.
Fündig geworden bin ich in einem Kommentar eines älteren Artikels auf tombuntu.com.
Im Folgenden – auch für mich als Denkstütze – mal der kleine Einzeiler, um in einem Debian-/Ubuntusystem nur noch den neuesten Kernel installiert und alle anderen (alten) deinstalliert zu haben.
dpkg -l linux-* | awk '/^ii/{ print $2}' | grep -v -e `uname -r | cut -f1,2 -d"-"` | grep -e [0-9] | xargs aptitude -y purge
Wer das Ganze mit apt machen möchte, statt mit aptitude, der benutze bitte:
dpkg -l linux-* | awk '/^ii/{ print $2}' | grep -v -e `uname -r | cut -f1,2 -d"-"` | grep -e [0-9] | xargs apt-get -y purge
Achtung:
Für die Benutzung der obigen Befehle/Kommandos wird kein Gewehr übernommen & alle Konsequenzen habt ihr selber zu tragen/verantworten!
Pidgin-Klänge knacken
Wer (unter GNOME & Ubuntu Maverick) auch das Problem hat, dass beim Instant Messenger Pidgin (2.7.11) die Klänge – wenn sich Buddies an- oder abmelden etc. – so komisch knarzen/knacken, dem sei der Tipp empfohlen, die (Ausgabe-)Methode der Klänge von „Automatisch“ (die Default Einstellung) auf PulseAudio umzustellen.
Und so gehts:
- Pidgin → Werkzeuge → Einstellungen (oder [Strg + P])
- Reiter „Klänge“ auswählen
- bei der Option „Methode“ steht wahrscheinlich „Automatisch“ – hier ist jetzt „Kommando“ auszuwählen
- und nun (ganz oben) Folgendes bei „Klang-Abspielbefehl (%s für den Dateinamen)“ hinein schreiben:
paplay %s - auf „Schließen“ klicken *fertig*
Dank für die Lösung – dieser schon eine Weile recht nervigen Problematik – geht an burli und seinen Post im ubuntuusers.de-Forum!