Das INFODATA-‚Geheimnis‘
…ist (für mich nun endlich) gelüftet!
Seit Beginn des B.A.-Studiums vor ca. drei Jahren spukte in regelmäßigen Abständen die Datenbank „INFODATA“ in meinem Alltag herum. – Das Problem daran war, dass der als „umfangreichste bibliographische Datenbank für die Informationswissenschaften“ (seitens der Lehrenden) angepriesene Service – und damit eines der Projekte im Fachbereich mit großer Außenwirkung – für mich nie erlebt werden konnte, da die Plattform „INFODATA-eDepot“ IMO ganz und gar nicht den versprochenen Eigenschaften entspricht. Spätestens bei der Literaturrecherche zu meiner Bacheleor-Arbeit beschloss ich dort nie wieder hinein zu schauen…
In der letzten Woche wurde nun erneut – im Master-Studiengang – die „INFODATA“ erwähnt und dieses Mal sogar mit phantastischen Aktualisierungszahlen (jährlicher Zuwachs ca. 1500 Einträge) für ihre Qualität gepriesen. Dies nahm ich dann zum Anlass meine bis dato existierende Bildungslücke zu schließen, indem ich einfach die Frage aufwarf, welche „INFODATA“ denn gemeint ist. Als Antwort erhielt ich „Na die INFODATA…“ – was mich im ersten Moment jedoch nicht wirklich weiter brachte.
Nach einige kleinen Diskussion und etwas Web-Recherche kam ich dann zu folgender Situation:
- Sucht man einfach nur nach dem Begriff „infodata“ – was meiner Meinung nach ausreichen sollte, um ‚vernünftige‘ Treffer zu erhalten; bspw. mit DuckDuckGo oder Google – ist das Ranking von „INFODATA-eDepot“ (fast*) immer höher, als das der „INFODATA“.
- Selbst bei einer Dämain-Einschränkung auf „fh-potsdam.de“ ändert sich bei der Google-Anfrage nichts. Bei der DDG-Anfrage hingegen taucht das erste mal die „INFODATA“ vor „INFODATA-eDepot“ auf.
- Die – ich nenne sie mal platt so – Verschlagwortung für die Suchmaschinenindizes (also SEO) für die „INFODATA“ ist eher gruselig/sub-optimal. So sind IMO Phrasen wie „Schnupper-INFODATA“, „INFODATA bei der Gesellschaft für Betriebswirtschaftliche Information [GBI] (kostenpflichtig)“ und „INFODATA, FH Potsdam (eingeschränkter Zugang, nur Katalogdaten)“ nicht dazu angetan darzustellen, dass die „INFODATA“ solch eine tolle Datenbank ist.
- Auch die URL „fabdax.fh-potsdam.de/infodata/“ trägt – im Gegensatz zu „www.infodata-edepot.de“ (auch wenn man hier das „www“ ruhig weglassen können sollte) – nicht unbedingt zu einer (sicher gewünschten) Griffigkeit bei.
- Geht man davon aus, dass die FHP-Bibliothek eine erste Anlaufstelle bei der Literaturrecherche ist und weiterhin, dass die „INFODATA“ eine hauseigene Datenbank für „Fachinformationen“ ist, dann sollte sie wenigstens auf der entsprechenden Seite der Bibliothek gelistet sein.
- Wenn man denn weiß, dass die „INFODATA“ (genau wie „INFODATA-eDepot“) vom IZ betreut wird, sollte die „INFODATA-eDepot“ nicht unbedingt so präsent auf der IZ-Homepage sein – rechts oben ein Link, links unten eine Schnellsuche und rechts auf der Startseite ein scraper für die aktuellsten Dokumente.
- „INFODATA-eDepot“ hat – so weit ich das mit einer nicht erfolgreichen einfachen Suche in der „INFODATA“ nach dem in „INFODATA-eDepot“ existierenden Volltext „Business News in 3D“ probiert habe – nichts mit der „INFODATA“ zu tun, wie mind. ein Lehrender dachte. Es scheinen zwei unterschiedliche und unabhängige Datenbestände zu sein (– was mich bei der Frage nach der Vollständigkeit der „INFODATA“ nat. gleich mal zu weiteren Grübeleien bringt…).
Zusammenfassend: „INFODATA-eDepot“ ist nicht die „INFODATA“!
Die (zweisprachige bibliographische Literaturdatenbank) zum Thema „Informationswissenschaft“ – „INFODATA“ – ist unter http://fabdax.fh-potsdam.de/infodata/ erreichbar/zu finden und wird auf den IZ-Webseiten beschrieben.
Ob die „INFODATA“ nun wirklich die (angepriesene) hilfreiche Datenbank für die Informationswissenschaften ist habe ich nicht eruiert. Irgendwie schrecken mich – leider – zu viele Aspekte (einige davon sind bereits beschrieben worden) ab. Selbstverständlich helfen der Google-Suchschlitzt und ein paar Boolsche Operatoren bei einer richtigen Recherche nicht alleine weiter. Allerdings gibt es kognitive Prozesse und reine Wahrnehmungssystematiken, die das Verhalten von Suchenden beeinflussen. Das Credo „Wer sucht, die/der findet.“ trifft nur bedingt zu und sollte nicht für schlechtes SEO, keine Verlinkung – .oO(Wozu hat man denn Hypertexte erfunden…) –, verrückte Interfaces etc. herhalten (müssen). Ein guter Service (erst recht ein Recherchesystem!) muss einfach gefunden werden können, seinen genuinen Zweck so gut wie möglich erfüllen, funktional in der Benutzung sein und darf auch gut aussehen! Nicht/Schlecht nutzbare Datensilos sind IMHO von gestern und tragen – (auch und gerade) wenn sie als Prestige-Projekte angepriesen werden – zur „Internetaversion“ bei…
So, genug geschwafelt… – Ich für meinen Teil bin zumindest jetzt – nach ca. drei Jahren – mal froh zu wissen, was es mit der bis dato mysteriösen „INFODATA“ auf sich hat…
* Eine Standard-MetaGer-Suchanfrage liefert eine ganz mysteriöse Trefferlist
Die Daten meines Text-Pads
…gehören mir!
Letzte Woche bin ich über unhosted.org – „Personal data freedom; A movement to separate web apps from user data“ – gestolpert. Und die haben die Web-App „Libre Docs“ auf Basis von Etherpad Lite geschaffen, die das von Libre Docs zur Verfügung gestellte Etherpad nutzt, die erzeugten Daten bzw. Dokumente jedoch in der Cloud ablegt/speichert. Und der Oberknaller daran ist, dass diese Cloud-Schnittstelle mittels der Javascript-Client-Bibliothek remoteStorage.js, die die Realisierung einer W3C-Spezifikation ist, umgesetzt wurde und somit auch meine eigen Cloud benutzt werden kann.
Wie jetzt, meine eigene Cloud…!? – Na die, die ich mit ownCloud auf meinem Webspace betreibe und in der ich schon meine(n) Kalender (CalDAV), mein Adressbuch (CardDAV) und ein paar Dateien (WebDAV) mittels Desktop (Thunderbird & Ubuntu) und Smartphone (Android) verwalte und synchronisiere.
Also ich kanns nur empfehlen und bedanke mich jetzt schon mal bei allen Beteiligten der oben genannten Projekte!
eCryptfs-Meldungen im syslog
Seit ein paar Tagen habe ich in meinem /var/log/syslog ein paar hässliche Meldungen, die das ganze syslog ‚vollmüllen‘.
Hier mal ein Beispiel:
Apr 24 08:55:10 axolotl kernel: [36283.935663] Valid eCryptfs headers not found in file header region or xattr region, inode 1717173 Apr 24 08:55:10 axolotl kernel: [36283.935674] Either the lower file is not in a valid eCryptfs format, or the key could not be retrieved. Plaintext passthrough mode is not enabled; returning -EIO
Auf der Suche nach Ursache & Lösung bin ich über
- den launchpad-Bug #509180 („ecryptfs sometimes seems to add trailing garbage to encrypted files“) und
- den Blog-Artikel „eCryptfs Fehler und seine Ursache“ von Raphael (aus dem Jahr 2010) gestolpert.
Das Problem der Meldungen (siehe Raphaels Erklärungen) ist wohl, dass es in meinem (mit eCryptfs verschlüsseltem) home Dateien gibt, die eine Größe von 0 Bytes haben. Wie die da hin gekommen sind kann ich nicht mehr rekapitulieren, da ich mir auch nicht mehr ganz sicher bin, seit wann die Meldungen im syslog stehen (und ich ebenfalls wenig Lust habe, die alten syslog-Dateien zu durchsuchen…).
Am Ende habe ich nun Folgendes durgeführt, um das eCryptfs wieder konsisten zu machen & somit auch die Meldungen los zu werden.
sudo find /home/.ecryptfs/$username/.Private/ -xdev -size 0c($username= mein Login-Name)- Der erste Befehl sucht alle Dateien mit der 0-Byte-Größe und gibt diese aus. – Bei mir waren es zehn dieser Dateien.
- Danach habe ich alle ausgegebenen Dateien per Hand nochmal kontrolliert –
ls -lha $datei. - Abschließend (nachdem ich festgestellt hatte, dass alle Dateien wirklich mir gehören & wirklich 0 Bytes groß waren) habe ich dann alle zehn Dateien einzeln gelöscht:
sudo rm "$datei".
Das Ganze habe ich immer mit root-Rechten (sudo) gemacht, da es ohne diese ständig zu Fehlermeldungen bzgl. der Rechte kam – was aber auch an der Benutzung von trash-cli liegen kann!
Zusammenfassend kann ich sagen, dass
- seit dem die Meldungen im syslog nicht mehr vorhanden sind *claro!*;
- ich seit dem keine Probleme feststellen konnte,
- der Bug offensichtlich (für bestimmte Anwendungen) bereits gefixed ist (nichts desto trotz kann ein Systemcrash nat. dazu führen, dass diese Dateien wieder existieren und dann mosert eCryptfs ja zurecht…) und
- ich der Meinung bin, dass man die Dateien relativ gefahrlos löschen kann – 0 Byte große Dateien haben keinen (privaten) Inhalt und sollte es sich um Spezialdateien von bestimmtn Anwendungen handeln, werden die beim Neustart der Anwendung wahrsch. wieder neu erstellt.
In diesem Sinne & ohne die Übernahme irgend welcher Gewehre,
der sokai
„Lessons Learnt“ (aus dem Studium)
Nun, nachdem meine B.A.-Arbeit in „Sack und Tüten“ ist und nur noch die mündliche Verteidigung am kommenden Mittwoch aussteht, kann ich eig. schon jetzt von einem erfolgreichen Ende (dieses Studiums) sprechen. *jippi!*
Speziell in den letzten Tagen bzw. Wochen habe ich wieder viele Dinge gelernt und auch die letzten drei Jahre haben einige Erkenntnisse geliefert. Die präsentesten (und aktuell in meinem Kopf herum spukenden) davon will ich im Folgenden mal ganz kurz, ungeordnet & nicht vollständig aufschreiben…
Also:
Grafiken/Bilder/… in einer Arbeit, die am Ende auch ausgedruckt wird, sollte man nicht unbedingt mit einer hohen Kompression speichern, denn das sieht in der Print-Version echt blöd aus! (Auch wenn es nett ist, dass das PDF mit 70 Seiten, 25 farbigen Abbildungen und einem im Anhang eingebundenen einseitigen PDF nur knapp 3 MB groß ist…)
Ebenso sollte man sich die digitale Version der Arbeit vorab (zu Teilen) mal ausdrucken um zu schauen, ob die die eingebundenen Abbildungen in einem guten Größenverhältnis (zum Text und zur Seite) eingebunden sind. – Man hat nur eine recht ungenaue (wenn nicht sogar falsche) Vorstellung davon, wenn man sich nur das PDF vorab anschaut…
Wenn man die Arbeit mit/in (La)TeX schreibt und eine externe BibTeX-Datei für die Literatur und/oder eine externe Glossar-Datei einbindet, sollte man für das korrekte Setzen der Referenzen mehrere Kompilierdurchläufe benutzen. Ich habe es in Anlehnung an einen Tipp auf TeX-SE so gemacht:
pdflatex Masterdokument && bibtex Masterdokument && makeglossaries Masterdokument && pdflatex Masterdokument && pdflatex Masterdokument && evince Masterdokument.pdf
Sollte man eine Graustufenversion eines schönen bunten (und mit Links versehenen) PDF benötigen, empfehle ich die Konvertierung der farbigen Version mittels Ghostscript wie (schon 2008) bei handyfloss.net beschrieben.
Selbst definierte TeX-Makros – in meinem Fall fest stehende und mehrfach verwendete Strings (wie bspw. das Makro „\art“ für „Bachelor-Arbeit“) sollten bei der Benutzung im Dokument am Ende mit einem geschützen Leerzeichen versehen werden, denn sonst wird das Leerzeichen nämlich einfach vergessen/nicht berücksichtigt… – So wäre (eine mgl.) korrekte Verwendung:
blatext2 \art\ blatext2
Es ist (zwar recht arbeitsintensiv aber letztlich auch) enorm hilfreich und Freude bereitend, wenn man sich ein Thema aussucht, welches echt spannend ist!
Man sollte nicht zu viel Zeit für einen Abschluss benötigen, denn sonst kann es durchaus passieren, dass selbst die (soziale) Hans-Böckler-Stiftung die Förderung eines (direkt an den Bachelor-Abschluss anschließendes) Master-Studiums mit der Begründung „der zu langen Vorstudienzeit“ ablehnt. .oO(…)
Es ist nicht unbedingt notwendig, sich mit Lehrpersonal ab dem ersten Semester anzulegen… – Das kann nämlich dazu führen, dass man ganz klar an den Noten der belegten Module erkennen kann, wer diese Person ist. Und das ist dann dem Gesamtnotendurchschnitt (der in unserer „Leistungsgesellschaft“ ja nicht ganz unwichtig ist…) nicht wirklich zuträglich! (An allen Modulnoten auf meinem Datenkontrollblatt, die zwischen 2,7 und 4,0 liegen und somit die schlechtesten sind, ist immer eine Person beteiligt gewesen… *verrückt,oder!?*)
So viel dazu… – Grüßle!