sokai.name Potsdam bloggt (wieder)

Stabil(er)es WLAN mit dem Eee PC (1000) unter Ubuntu Maverick

23. März 2011

Wie ich schon in einem anderen Beitrag schrieb, ist/war meine WLAN-Verbindung unter Ubuntu (Maverick) in der letzten Zeit sehr wackelig. Nachdem ich nun etwas herumgespielt und getestet habe, kann ich eine Lösung (die bei mir ATM recht zufriedenstellend funktioniert) präsentieren.

In meinem Eee PC 1000 ist der WLAN-Chip „RaLink RT2860″ verbaut. Für diesen gibt es unter Linux zwei verschiedene Kernelmodule (Treiber), mit denen er betrieben werden kann: rt2800pci und rt2860sta. So weit ich das verstanden habe, ist das Modul rt2860sta proprietärer Code direkt von RaLink selber, welches in der jeweiligen Linux-Distribution meist in einer veralteten/älteren Version zur Verfügung steht. Im Gegensatz dazu stammt das Modul rt2800pci aus einem Projekt, welches sich zum Ziel gemacht hat, freie WLAN-Treiber für WLAN-Chips (rt2400, rt2500, rt2570, rt61 and rt73) aus dem Hause RaLink zu entwickeln. Dieses Modul kann demnach sehr einfach in den aktuellen Versionen der Distributionen angeboten werden.

Ubuntu Maverick bringt standardmäßig beide oben genannten Module mit. Ärgerlicherweise gibt es jedoch bei einer Standardinstallation einige Probleme mit dem (freien) rt2800pci Modul, so dass (bei eingeschaltetem WLAN) automatisch das rt2860sta Modul geladen wird. Dieses wiederum zickt (nicht nur bei mir) aber nun voll rum, so dass die WLAN-Verbindung bspw. in der FH Potsdam unbrauchbar ist.

Wer ähnliche Probleme hat, sollte folgende Schritte durchführen, um das freie rt2800pci Modul in einer aktuelleren & stabileren Version zu installieren und somit evtl. (wie bei mir) die Probleme zu lösen.

  1. Installation des Paketes linux-backports-modules-wireless-maverick-generic (dies sind neuere Kernelmodule, die für den aktuellen Kernel bereitgestellt werden)
    $ sudo aptitude install linux-backports-modules-wireless-maverick-generic
  2. Blacklisten des rt2860sta Moduls (heißt, Ubuntu anweisen, dass dieses Modul nicht geladen werden soll)
    $ echo "blacklist rt2860sta" >> /etc/modprobe.d/blacklist.conf

    (evtl. den Vorgang mit den beiden Modulen rt2800usb und rt2x00usb wiederholen)

  3. WLAN mittels [Fn] + [F2] deaktivieren
  4. das (aktuell noch geladenen) Kernelmodul rt2860sta deaktivieren/entfernen/entladen
    $ sudo rmmod -v rt2860sta
  5. WLAN mittels [Fn] + [F2] wieder aktivieren

Jetzt sollte Ubuntu das in Schritt 1. installierte Modul rt2800pci statt des rt2860sta geladen haben. Dies kann mittels lsmod|grep rt2 verifiziert werden. Dabei sollte dann folgende Ausgabe erscheinen:

rt2800pci               7892  0
rt2800lib              30847  1 rt2800pci
rt2x00pci               5464  1 rt2800pci
rt2x00lib              29492  3 rt2800pci,rt2800lib,rt2x00pci
crc_ccitt               1351  1 rt2800lib
mac80211              235093  3 rt2800lib,rt2x00pci,rt2x00lib
cfg80211              142616  2 rt2x00lib,mac80211
eeprom_93cx6            1345  1 rt2800pci
led_class               2633  2 rt2x00lib,eeepc_laptop

Das wars schon… – Viel Glück!

PS:
Bei mir war nach obigem Vorgehen das WLAN gestern in der FHP so stabil, dass ich zw. 10.00 Uhr und 19.00 Uhr auf dem #isci11 per VPN ohne Unterbrechung online sein konnte!

Bisschen rumgespielt…

17. März 2011

Die letzten Tage habe ich mich – prokrastinistatorisch inspiriert – (mal) wieder ein paar technischen Spielereien hingegeben, über die ich mal schnell berichten möchte…

  1. neues WordPress-Theme: LightWord – Irgendwie siehts nett aus und lässt (nach ein paar kleinen Anpassungen des Plugins) auch den Lifestream vernünftig aussehen.
  2. neuer RSS-Reader: rssLounge – Schon vor ner Weile hatte ich mich für meinen Web-Feed-Reader unter rss.sokai.name nach einer Alternative zum (leider!) nicht mehr weiterentwickelten Gregarius umgeschaut und auch rssLounge gefunden. Damals störte mich, dass es entweder nur mit Passwort oder komplett ohne (also auch die Veränderung der Einstellungen) funktionierte. Nach der heutigen Installation von Version 1.7 ist dies nicht mehr so. *supi* Ein paar ‚Kleinigkeiten‘ (bspw. private Feeds, die nur mit Login sichtbar sind, Feeds und verbesserte Sonderzeichenunterstützung) fehlen noch, aber da hab ich Hoffnung. Allerdings werde ich rssLounge ersteinmal nur zusätzlich benutzen, zum Austtesten halt
  3. neues WP-Plugin für deutsche Umlaute in den Slugs: wp-cleanumlauts2 – Ich hatte zwar das (seit WP 3.1 auch nicht mehr funktionierende) „German Permalinks“-Plugin installiert, aber nun is ja wieder alles gut… *thx2cashy*
  4. neuer Jabber-Account: me[at]sokai[dot]name (wie meine E-Mailadresse) – Sowas wollte ich schon immer haben und der bastla hats nun auf unserem Kommune-Serverchen mal umgesetzt… *jubel&thx*
  5. kein Ohloh mehr im Roaster – Sehr schade, dass ohloh.net den Jabber-/XMPP-Support an den Nagel gehängt hat, wie hier (offiziell) und hier (im Forum) zu lesen ist. .oO(Und ich hab mich schon gewundert, weshalb der Buddy schon seit Monaten immer off is…)
  6. neues Git-Repo: WordPress-Plugin ID-Permalinker – Bastelversion, um im Backend schnell auf eigene (alte) Beiträge dauerhaft (denn es wird die post-id mittels Smartcode verlinkt und nicht der Slug) verlinken zu können.
  7. neuer Shell-Einzeiler:
    $ find . -iname "*.txt" -exec sed -i "s/SUCHSTRING/ERSETZUNG/g" {} \;

    Dieser findet alle Dateien mit der Endung txt und ersetzt in diesen den SUCHSTRING mit dem ERSETZUNG. Dabei wird mit dem sed-Schalter -i eine Sicherungskopie vor dem Ersetzen gemacht, die bei Erfolg wieder gelöscht wird. *sokannnixschiefgehen*

So viel also von der Bastelfront… .oO(Wozu man nicht so alles kommt, wenn die Frau mal aus dem Haus ist… ; ))

sofar|sokai

Stress durch update-apt-xapian-index(!?)

10. März 2011

Wer auch der Meinung ist, dass der Prozess „update-apt-xapian-index“ Ubuntu (10.10) etwas weniger den Rechner stressen sollte, dem sei die Lösung aus dem Ubuntuforum empfohlen.

In der Datei /etc/cron.daily/apt die Zeile nice ionice -c3 update-apt-xapian-index -q um die Optionen -n 19 und --update erweitern. – So, dass am Ende die Zeile wie folgt aussieht: nice -n 19 ionice -c3 update-apt-xapian-index --update -q.

Bei mir hat dies geholfen, den Rechner, der nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand manchmal ewig gerödelt hat und für mehrere Minuten nicht reagiert hat, wieder zuverlässig nutzbar zu machen.

Update:
…oder apt-xapian-index gleich ganz deinstallieren.

Backup-Festplatte verschlüsseln

4. März 2011

Um (unter Linux – Ubuntu 10.10; „Maverick Meerkat“) die externe Festplatte, die für die Backups eingesetzt wird, zu verschlüsseln – weil sie ja sehr oft bzw. meistens einfach nur so @home rumliegt –, sind folgende Schritte durchzuführen.

!Achtung!
Bei der folgenden Anleitung gehen alle bereits auf dem Datenträger vorhandenen Daten verloren. Und ich übernehme keine Garantie für jegliche Schäden

  1. LUKS-Container auf der (externen) Partition erstellen
    • cryptsetup -c aes-lrw-benbi:sha256 -y -s 384 luksFormat /dev/sdd1
  2. LUKS-Container in das System (mit dem Passwort aus Schritt 1) einbinden
    • cryptsetup luksOpen /dev/sdd1 BackupHD
  3. Dateisystem (innerhalb des LUKS-Containers) erstellen
    • mkfs.ext4 -L BackupHD /dev/mapper/BackupHD
  4. LUKS-Container aushängen
    • cryptsetup luksClose BackupHD

Beim nächsten Anstecken der Platte sollte ein Passwortdialog aufpoppen, in dem das bei Schritt 1 festgelegte Passwort eingegeben werden sollte. Und schon ist die verschlüsselte Platte/Partition unter „/media/BackupHD“ eingebunden. :)