Die neun Debugging-Regeln
Ich habe sie schon ein paar Tage an meiner Wand hängen und wollte sie seit dem schon immer mal hier posten…
Die Regeln basieren auf dem Buch „Debugging“ von David J. Agans. Wer noch ein paar Details zu den einzelnen Regeln lesen möchte, der kann hier mal schauen.
Doch nun (endlich) die (Lebens)Weisheit:
- Understand the system
- Make it fail
- Quit thinking and look
- Divide and conquer
- Change one thing at a time
- Keep an audit trail
- Check the plug
- Get a fresh view
- If you didn’t fix it, it ain’t fixed
Skurriles & verrücktes Germanien
Ja ich weiß, dass ich was für die FHP machen soll(te)…! Aber irgendwie lasse ich mich zu leicht ablenken – erst recht von solch merkwürdigen Spinnereien.
Angefangen hat es heute um 10.34 Uhr, als diese E-Mail vom crazy Maik eintrudelte. Da diese mit „freundlichen, germanischen Grüßen“ und dem Spruch „Staatsbürger des Deutschen Reiches mit unmittelbarer Reichsangehörigkeit gemäß Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG) vom 22. Juli 1913“ abschloss, ging (irgendwie) bei mir sofort die Schubslade „Nazi“ auf.
Aber halt! Darf ich denn, ohne (Hintergrund-)Wissen, einfach so einen Mitbürger, mit nationaleren Ansichten als den meinen, einfach so verurteilen? Nein! Also schnell den Finger in die Ritze gesteckt, bevor die Schubslade ganz zu war und versucht, mich schlau(er) zu machen…
Und dann fing der Schlamassel an. – Schon vor einiger Zeit *dunkelerinner* hatte ich mal etwas von der „Kommissarische Reichsregierung“ (kurz KRR) gelesen – es könnte der Telepolis-Artikel „Reichlich ominös“ von 2001 gewesen sein, muss es aber nicht. Allerdings ist die Erinnerung daran fast Null und nur etwas nebulöses/rechts lastiges schwirrt seit dem zu diesem Thema durch meinen Kopf.
Als ich dann jedoch vorhin auf der Seite friedensvertrag.info (Link aus o.g. E-Mail) surfte, musste ich lauthals in mich hinein lachen (ich rede zwar laut mit mir selbst, lachen jedoch (noch) nicht, nur in Gesellschaft):
- Schäferhunde (die im Grafikprogramm eher schlecht frei gestellt wurden),
- Frakturschrift,
- Familienbilder/-darstellungen, auf denen die blonde Mutti, ein sportiver Vati & zwei Kinderlein debil lächeln,
- ein bolivianisches Impressum,
- viel Geschwafel von „Reichsbürgern“ & „Reichsvolk“,
- der Anschein einer Legitimation (von wem auch immer) & Richtigkeit der präsentierten Informationen,
- …
Schlussendlich unterstützten dann auch noch die folgenden beiden Tatsachen meinen bis dato gemachten Eindruck, dass es sich bei dem ganzen Quatsch eher um Inhalte mit fäkalem Wert handelt:
- Bzgl. der Kontakt-Seite hat sich ein Tippfehler eingeschlichen, denn diese heißt „Konkakt“.
- Die präsenteste Person (mehrere Photos & respektvolle Erwähnung in mehreren Texten) ist „DR. Schittke Norbert“.
Und deshalb:
Lieber Maik, liebe „Exilregierung“ – ja, ihr lest richtig; aus der KRR ist mittlerweile durch eine „Gründung“, auf der leider „nur ein verschwindend geringer Teil des gesamtdeutschen Reichsvolkes erschienen“ war & deren Protokoll von 2004 auch noch so ein Lacher ist, eine vierköpfige „Exilregierung Deutsches Reich“ geworden!
Ich habe keine Ahnung von der Materie und es ist mir auch echt schnurz-egal. Ich finde es toll, wenn Traditionen gepflegt werden und Menschen bewusst mit Vergangenheit, Gegenwart & Zukunft umgehen. Auch müssen wir nicht gleicher Meinung sein. Aber das, was ihr macht ist echt Schwachsinn! Und den Mist dann auch noch (ganz nebenbei, bspw. in öffentlich archivierten E-Mails) rotz-frech zu verbreiten und damit evtl. auch noch Andere in euren Dunstkreis zu ziehen, finde ich voll panne – haut doch einfach ab!
Solltet ihr jedoch von dieser subversiven Scharlatanerie abrücken und eure Energie für wirklich wichtige Dinge einsetzen wollen, dann meldet euch mal (bei mir), denn dann können wir (vllt.; ich muss mir das nochmal überlegen…) auch mal reden.
Allen anderen (an diesem Müll interessierten) LeserInnen kann ich noch Links ans Herz legen (- auch wenn das Meiste schon etwas älter ist):
- taz von 2000: „Die Reichsminister drohen mit dem Tod“
- die KRR-FAQ unter krr-faq.net
- den Text „Reich(lich) Unsinn – die Reichsbürgerbewegung“ der Grünen Jugend NRW unter unser-land-bleibt-tolerant.de
- Update: Indymedia-Artikel „Friedensvertrag.info hops gegangen“ von 2005 (Dank an Robert!)
Und passend zu dieser ganzen Crazyness suche ich abschließend noch jemanden, der mit mir ASAP „Die Mondverschwörung“ in Berlin schaut oder das (wohl echt tolle) Filmchen nach Potsdam holt. [via]
PS.:
Sollte sich jmd. durch obige Worte, Links, Zitate etc. gekränkt, diskriminiert o.ä. fühlen – bzw. worden sein –, dann entschuldige ich mich vorab dafür und bitte um unverzüglichen Kontakt! – Jegliche Unterstellungen einer gewissen böswilligen Intention dieses Artikels bitte ich zu unterlassen. *danke*
PPS:
So wie ich das verstanden habe, können bzw. sind nur Bürgerinenn und Bürger der BRD, die vor 1945 geboren wurden, „Rechsbürger“ sein. – Somit sollte sich das Problem doch eigentlich zeitnah erledigt haben, oder?! *sryfürdiepietätlosigkeit*
Hibiscus und die Bank of Scotland
Falls jmd. gerne mit der (großartigen Java-)Homebanking-Anwendung Hibiscus auch sein(e) Konto/Konten bei der Bank of Scotland verwalten möchte, sollte sie/er sich auf jeden Fall das Hibiscus Screen Scraping Script unter http://sites.google.com/site/niqs24boxx/ (welches mittlerweile sogar in der stabilen Version 1.0 vorliegt) anschauen.
Zwar ist es etwas fummelig, die Voraussetzungen für die Nutzung zu schaffen, aber am Ende funktioniert es.
- Eine funktionierende Hibiscus-Installation (unter Ubuntu) wird vorausgesetzt.
- Installation des Jameica-Plugins „jameica.scripting“
- Download von http://www.willuhn.de/products/jameica/releases/nightly/jameica.scripting-1.0-nightly.zip
- Entpacken der Dateien nach
~/.jameica/plugins/
- Installation des Scraping Script
~/.jameica/plugins/- Download der Datei http://sites.google.com/site/niqs24boxx/files-hibiscus/boscotland.js?attredirects=0&d=1
- Kopieren dieser Datei in den Ordner
~/.jameica/plugins/jameica.scripting/scripts/
(Hinweis: Der Ordner"scripts"existiert so nicht. Ich habe ihn zur besseren Übersicht selber erstellt. Ihr könnt dasboscotland.js-Skript auch woanders ablegen, ihr müsst es nachher nur wiederfinden…) - Download der HTMLUnit-Bibliotheken von http://sourceforge.net/projects/htmlunit/files/
- Nach dem Entpacken müssen alle Dateien aus dem Unterordner
libin den Jameica-Ordner~/.jameica/plugins/jameica.scripting/lib/kopiert werden.
- Jetzt Hibiscus starten und unter „Datei“ → „Einstellungen“ im Reiter „Scripting“ die Datei/das Skript
boscotland.js(s.o.) hinzufügen. - Nun noch schnell das BoS-Konto als „Offline-Konto“ erstellen & speichern.
- Und schon könnt ihr auf der Übersichtseite des neuen BoS-Kontos mittels des neuen Buttons „Via Scripting synchronisieren“ alle Transaktionen abrufen.
Danke an: Olaf, Andreas & Ben!
Und falls ihr für ein Offline-Konto Daueraufträge simulieren wollt, dann schaut euch mal das OffKontoDauerauftrag-Skript an!
Hibiscus und die MBS
Wenn man die Online-Banking Software Hibiscus benutzt und ein Konto bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse damit verwalten möchte, sollte man folgende Hinweise beachten:
- Server-Adresse: (https://)banking.s-fints-pt-bb.de/PinTanServlet
- HBCI-Version: „FinTS 3″
Durch Zufall hatte ich diese Angaben – ohne die es nur HBCI-Kommunikationsfehler gibt – im Onlinebanking-Forum (onlinebanking-forum.de) gefunden.
Weitere Informationen und Anleitungen findet ihr auch direkt auf den MBS-Seiten unter https://www.mbs-potsdam.de/module/aktion_if/aktion_if_migration/software/.
PS:
Wer Hibiscus einfach und schnell unter Ubuntu benutzen möchte, dem seien das PPA von dennis-benndorf (ppa:dennis-benndorf/ppa) und das ubuntuusers-Wiki empfohlen!